Friday, 15. october 2010 5 15 /10 /Okt. /2010 18:29

Die Hatz auf Hartz-IV-Bezieher wird immer unerträglicher! Jetzt fordert der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag: "Weniger Hartz IV für Schul-Schwänzer!"

 

Erst vor kurzem wurde heftig darüber diskutiert, ob in den Hartz-IV-Regelsätzen auch weiterhin die Kosten für Alkohol und Tabak enthalten sein und gestrichen werden sollten. Dieser Angriff auf die Menschenwürde und das Recht aufs Saufen konnte gerade noch abgewehrt werden. Zum Glück - wie sonst sollten Kinder und Jugendliche die Schule überstehen, wenn nicht durch massiven Alkoholkonsum? Im Gegenteil sollte die Grundversorgung mit Bier, Wein und weichen Drogen (Cannabis, Katzenminze, Seerosen) gerade bei den Ärmsten der Armen gesichert werden.
Stattdessen wird wieder einmal auf dem Rücken der Kinder gespart. Die Doppelbelastung - Schule und "Deutschland sucht den Superstar" gucken - führt, wie viele Studien belegen, zu Stressreaktionen, die mittels Alkohol optimal gedämpft werden.

 

Dies kann auch Sabine F. (Name von der Red. geändert) auf C. bestätigen. Die junge Mutter zweier Hartz-IV-Hauptschüler weiß um die Notwendigkeit des Rückgriffs auf Alkohol: "Wenn meine beiden Jungs völlig erschöpft von fünf Stunden Schule nach Hause kommen und Unsinn anstellen, habe ich oft einfach keine Lust mehr, sie zu schlagen. Zum Glück reicht ihr Hartz-IV noch, damit sie sich ein paar Dosen Bier vom Waldi ums Eck kaufen können."
Sabrina T. (Name neuerlich geändert) befürchtet eine Schieflage des häuslichen Friedens, sollte das Geld nicht mehr für Alkohol reichen: "An Alleinerzieherinnen wie mich denken die da oben natürlich nicht! Was soll ich denn mit den beiden Rüpeln machen, wenn sie nicht mehr abgefüllt werden können? Statt mir zu danken, dass ich Deutschland vor dem Aussterben bewahre, will man mich jetzt auch noch bestrafen dafür. Wenn das so weitergeht, bin ich echt noch gezwungen, Lesen und Schreiben zu lernen, um selber Hartz IV beantragen zu können."

 

Grünen-Politikerin Franziska-Annabella von Storchenbein stößt in das gleiche Horn: "Ganz bewusst lässt die Regierung gerade die Ärmsten der Armen in Stich und verteilt weiter von unten nach oben. Es gibt Arbeitnehmer, die können sich von ihren Löhnen einen besseren Flachbildfernseher als Hartz-IV-Empfänger leisten! Diese skandalöse Ungerechtigkeit muss aufhören!"

 

Skeptisch äußerte sich der umstrittene Senator von Berlin, Dillo-Sarah Zinn: "Man kann auch von einem Euro am Tag sehr gut leben! Meine Goldfischfamilie beweist dies Tag für Tag."


Und provokant in Richtung seiner grünen Kollegin ätzte er: "Offenbar langst das Geld bei den Grünen nicht mehr fürs Kraut, weshalb sie auf Sauerkraut umgestiegen sind. Anders kann ich mir diesen wirren Unsinn von wegen Ungerechtigkeit nicht erklären! Gerade wir von der Gerechtigkeitspartei setzen uns für die Belange der kleinen Bürger ein. Und jetzt treten Sie bitte zur Seite, meine Dienstkutsche wartet auf mich."

von Rainer - veröffentlicht in: Alltag
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