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27. März 2011 7 27 /03 /März /2011 09:14

Die Guttenberg-Affäre zieht immer weitere Kreise. Nicht nur bei der Doktorarbeit, auch bei der Gutenberg-Bibel soll geschummelt worden sein. Diese Vorwürfe erhebt jedenfalls der bekannte Plagiatsforscher Hannes Gänsefleisch in einem Artikel der „BILDER“-Zeitung.

 

„Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass bereits vor der Gutenberg-Bibel eine sehr ähnliche Schrift existierte“, so Gänsefleisch gegenüber der Montagsausgabe der Zeitung. „Viele Passagen sind zudem einer anderen Bibel zu ähnlich, um noch von purem Zufall sprechen zu können.“

 

Der Plagiatsforscher nennt einige dieser Passagen: „Da wird etwa gleich zu Beginn das CDU-Parteiprogramm zitiert: ‚Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan’.“

 

Selbst die scharfe Kritik der Gutenberg-Bibel an der politischen Redekultur soll laut Gänsefleisch aus einem anderen Werk stammen. Zur Erinnerung jene berühmte Passage: „Wohlauf, laßt uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe!“

 

Auch die umstrittenen erotischen Sodomie-Phantasien gerieten ins Visier des Plagiatjägers: „’Salah war dreißig Jahre alt und zeugte Eber’ hat meiner Ansicht nach seinen Ursprung im alten Volksglauben, wonach die Schweinepest von sexuell frustrierten hessischen Bauern verursacht wurde, die sich am eigenen Vieh vergingen“.

 

Gänsefleisch möchte sich nach Abschluss seiner Arbeit einem anderen Forschungsobjekt widmen, das sich gleichfalls mit Plagiaten beschäftigt. Seiner Ansicht nach sind sämtliche Neujahrsansprachen der BundeskanzlerInnen seit 50 Jahren exakt identisch. Sein bislang ehrgeizigstes Forschungsprojekt soll durch EU-Fördermittel in der Höhe von 70 Millionen Euro möglich gemacht werden. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden!

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3. Januar 2011 1 03 /01 /Januar /2011 11:43

Offenbar erwägt nach dem britischen Vorstoß nun auch die deutsche Regierung eine drastische Maßnahme zur Qualitätssteigerung bei öffentlichen Unternehmen. Topmanager sollen künftig bei gehäuften Beschwerden mit Geldstrafen bestraft werden.

 

Regierungssprecher Fake meinte im Interview mit der Zeitung "Bild am Geiltag" (BAG): "Es ist nicht akzeptabel, dass es bei offensichtlichem Versagen bei öffentlichen Unternehmen zu keinerlei Konsequenzen kommt. Künftig muss größerer Wert auf Leistung und Kundenzufriedenheit gelegt werden"


Damit spielte Fakte auf die vielfach kritisierte neue Energiepolitik der "Deutschen Bahn" an, im Hochsommer die Waggons zu heizen und dafür im Winter die Heizungen abzustellen. Ein Vorwurf, den aber Vorstandsmitglied Johannes von Duttelberg aufs Schärfste zurückweist: "Unsere Kostenrechnungsmodelle haben ganz klar ergeben, dass wir mit dieser neuen Energiepolitik jährlich rund zwei Millionen Euro einsparen können, was wiederum dem Bund zugute kommt. Natürlich müssen sich viele Bahnfahrer an dieses neue Modell erst gewöhnen. Aber ich bin optimistisch, dass man in zehn Jahren diese klimafreundliche und finanziell vorteilhafte Umstellung als Pionierleistung würdigen wird."

 

Auch der anonym bleiben wollende Sendeleiter eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders kann Fakes Vorstoß wenig abgewinnen: "Egal, welches Programm wir senden, die Leute beschweren sich. Zu viel Sport, zu wenig Sport, zu viel Kultur, zu wenig Kultur. Deshalb senden wir einen ausgewogenen Mix aus uralten Filmen, verschnarchten Politiktalks mit den stets gleichen Gästen, völlig überteuert produzierten Unterhaltungssendungen für Demente, die ohnehin nichts mehr mitbekommen, und ähnliches. Das bringt zwar keine Quote, aber wir erfüllen damit die Wünsche der Politiker und ihrer Günstlinge, die daran mitverdienen."

 

Von der neuen Regelung ausnehmen möchte Fake Mitglieder des Bundestags. "Es wäre sozial ungerecht und diskriminierend, auch Politiker nach ihren Leistungen zu bewerten. Schließlich ist es nicht ihre Aufgabe, verantwortungsvoll oder unabhängig Politik zu betreiben."

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24. Oktober 2010 7 24 /10 /Oktober /2010 12:22

Vor wenigen Tagen erklärte uns Bundespräsident Wulff, dass der Islam wie Christentum und Judentum zu Deutschland gehöre. Gleichzeitig sorgte er für Aufsehen, als er auch noch "Offenheit und Toleranz" forderte. Von den Deutschen, klar - schließlich sind es diese, die Ehebrecherinnen steinigen, Homosexuelle öffentlich aufknüpfen und Kinder rituell beschneiden. Es gibt noch viel zu tun, um dem Deutschen das Böse auszutreiben. Dafür braucht es gute Freunde und Vorbilder, weshalb unser aller Bundespräsident in jenes Land reiste, das die nazifaschistischen Deutschen mit den Segnungen des Islam zu retten versucht: Die Türkei.

"Bild", das mutige und überparteiliche Organ der Opfer von Intoleranz, verfolgte diesen Besuch mit der gebotenen Aufmerksamkeit und dokumentierte, wie das menschgewordene, gute Gewissen der schlechten Deutschen die Türkei mit seiner Anwesenheit beehrte.
Verdient hätten es diese undankbaren Türken wahrlich nicht: Die ergreifende Rede unseres Bundespräsidenten erhielt kaum Beachtung.

Der Saal nicht einmal halb gefüllt, nur wenige der rund 200 Abgeordneten in den orangefarbenen Ledersesseln erhoben sich, viele stürmten sofort aus dem Plenarsaal.

Das sind ja Zustände wie im Bundestag!

Dabei hatte ER doch ausgesucht unverbindliche und schleimige Worte benutzt:

„Ihr Land verbindet ein modernes Staatsverständnis mit einem modernen Islam“, sagte Wulff zu den türkischen Abgeordneten, nannte die Türkei „eine Brücke zwischen Orient und Okzident“

Und:

„Die Muslime in Deutschland können ihren Glauben in würdigem Rahmen praktizieren. [...] Gleichzeitig erwarten wir, dass Christen in islamischen Ländern das gleiche Recht haben, ihren Glauben zu leben.“

Ja, darauf warten wir. Und während wir warten hoffen wir, dass auch Satanisten ihren Glauben in würdigem Rahmen praktizieren können. In Deutschland und in den islamischen Ländern. Weil: Gleiches Recht für alle! Toleranz! Offenheit!

Aber zurück zum Staatsbesuch, der ganz im Zeichen der First Lady - die eigentlich Herrn Wulffs zweite Lady ist - stand. Und so erlebte "Bild" ihren historischen Besuch in der Hagia Sophia:

Staunend stand sie in der Blauen Moschee, um ihre blonden Haare ein dunkelblau schimmerndes Kopftuch gehüllt.

Leider wollte und wollte sich einfach kein Heiligenschein manifestieren. Dabei gäbe es keinen geeigneteren Ort für Toleranz und Offenheit als die Hagia Sophia, die ursprünglich eine Kirche war, ehe sie von den Osmanen erobert und geschliffen wurde.

Ihr Stil wird weit über deutsche Grenzen hinaus zur Kenntnis genommen. Die schwarzen Stiefel, die sie beim Besuch im russischen Kreml trug, ein Gesprächsthema Tausende Kilometer entfernt.

Weil: Deutsche in schwarzen Stiefeln, die Russland besuchen, haben einfach Tradition ...

Und dann jenes Treffen, auf das die ganze Welt gebannt gewartet hatte: Unsere First Lady traf auf die First Lady der Türken!

Hayrünnisa Gül, die mit 15 heiraten musste, wegen ihres Kopftuchs nicht studieren durfte und seitdem für ihren islamischen Glauben kämpft.

Hier liegt natürlich ein bedauerlicher Übersetzungsfehler vor: Frau Gül musste nicht heiraten, sondern durfte heiraten. Verständlich, dass sie seither für das Recht von geschlechtsreifen jungen Frauen kämpft, heiraten zu dürfen.

„Hayrünnisa Gül ist eine sehr moderne und selbstbewusste Frau, die ihren Glauben so lebt, wie sie es will“, sagte Bettina Wulff der wichtigsten türkischen Zeitung „Hürriyet“. „Das schätze ich sehr.“

Ich stimme unserer First Lady zu: Es ist schön, seinen Glauben leben zu dürfen, wie man möchte. Und das darf man ja sowohl bei uns, als auch in gewissen anderen Ländern. Solange es sich um den richtigen Glauben handelt, ist es ja kein Problem ...

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6. August 2010 5 06 /08 /August /2010 09:24

Familienministerin Kristina Schröder führt in ihrem Ministerium anonyme Bewerbungen ein. Dies bedeutet, sämtliche persönlichen Informationen - Alter, Geschlecht, Nationalität, etc. - in der Bewerbung außen vor zu lassen. Wie der Bewerber überhaupt noch kontaktiert werden kann, ist mir nicht ganz klar. Vielleicht per Postfach. Oder die Bewerbung wird mit einer Brieftaube verschickt.

 

Initiiert wurde das Projekt von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Begründung:

„Studien und Beratungsfälle belegen, dass bei Migranten, Müttern und über 50-jährigen Bewerbungen eher aussortiert werden. Das wollen wir verhindern.“

Wofür es ja nun wirklich absolut keine Gründe seitens der Unternehmen gibt! Warum sollte ein 54-jähriger Russe, der kein Wort Deutsch spricht und gelernter Schlosser ist, nicht als Verkäufer in einem Dessous-Shop arbeiten? Das ist doch diskriminierend! Überhaupt stellt sich die Frage, wie kaltherzig Unternehmer sein können, Bewerber gezielt auszuwählen. Die nächste, konsequente Stufe wäre es natürlich, Absagen auf Bewerbungen zu bestrafen.

 

Auf jeden Fall muss man dieses PilotInnenprojekt im Auge behalten, wie es sich in der Realität bewährt. Interessant könnte die verpflichtende Umsetzung für sämtliche Unternehmen und Institutionen werden. Man stelle sich vor, wie viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, wenn denn tatsächlich sämtliche Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden müssten. Und endlich bekämen die in unserem Laissez-faire-System ohnehin notorisch unterbeschäftigten Juristen wieder was zu tun: Gesetzeskonforme Absagen aufsetzen oder im Namen der Abgewiesenen Unternehmen verklagen.

 

Da eröffnen sich schöne, neue Geschäftszweige und erfolgreiche Ich-AG-Gründungen. Einfach jedes Unternehmen verklagen, das einen nicht aufnimmt, und schon hat man für ein paar Monate ausgesorgt!

Persönlich würde ich mich über anonyme Wahlbewerbungen freuen. Viel zu oft werden Politiker auf Grund ihrer Parteizugehörigkeit oder ihres Aussehens wegen diskriminiert. Jedem Politiker sollte eine Chiffrenummer zu gewiesen werden, die bei der Wahl angekreuzt werden kann. Ah, das würde endlich die Kompetenzen herausstreichen, wenn Leute, die jahrelange Erfahrung in der Privatwirtschaft nachweisen können, über Parteisoldaten (Abitur, Eintritt in die Partei) triumphieren würden!


Na, wäre das nicht eine fabelhafte Idee, Frau Familienministerin?

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4. Juli 2010 7 04 /07 /Juli /2010 09:02

In einer auf Sicherheit bedachten Gesellschaft wird es zusehends schwieriger, den banalen Alltag aufzupeppen. Kevins und Jessicas werden bereits von Kindes Beinen an von ihren Eltern vor den Gefahren der Welt gewarnt und bewahrt. Schließlich könnten im Garten Giftschlangen lauern oder ein Fußball könnte gegen Kevins Schenkel prallen und einen blauen Fleck verursachen. Dem Nachbarn kann man die Kinder natürlich auch nicht anvertrauen - zu viele schreckliche Vorkommnisse lassen gesundes Misstrauen gegenüber der restlichen Menschheit aufkommen. Auf den Spielplatz? Ich bitte euch! Genau so gut könnte man die lieben Kleinen zwei Wochen lang in den Sudan schicken.

 

Kein Wunder also, dass die erwachsenen Kevins im Erwachsenenalter nachholen möchten, was ihnen in der Kindheit versagt blieb. Dann gehen sie Bungee-Springen. Angegurtet. Mit Helm. Unter Aufsicht. Womit ein solcher Sprung ungefähr das Gefahrenpotenzial eines Kinderplanschbeckens aufweist. Ganz mutige Rebellen wider den Sicherheitskult setzen sich und andere deshalb einer ganz besonderen reizvollen Art unkalkulierbaren Risikos aus: Sie legen sich einen Hund zu und machen Allergikern das Dasein zur Hölle.

 

Oder sie nehmen sich einen "Kampfhund". Da man dem Bürger grundsätzlich nicht über den Weg trauen kann, müssen Besitzer von vierbeinigen Tötungsmaschinen ab 1. Juli einen Hundeführschein absolvieren. Gleich dem Führerschein für Autos - pardon: Naturzerstörende Tötungsmaschinen auf Rädern - besteht die Prüfung aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die theoretische Prüfung setzt sich aus einem Fragenkatalog mit 150 Fragen zusammen, darunter harte Nüsse, wie: "Welche der folgenden Verhaltensweisen können Anzeichen von Stress beim Hund sein? Entspannt schlafen. Urinieren/Koten. Schwimmen." (Die richtige Antwort lautet natürlich "Schwimmen" - nämlich dann, wenn er mit den Beinen nach oben dahintreibt)

 

Übrigens handelt es sich dabei um einen Multiple-Choice-Test, damit auch Analphabeten eine Chance haben bzw. notfalls auch der Hund selbst den Test absolvieren kann.

 

Schwieriger ist die praktische Prüfung, die sich in 3 Module gliedert, um möglichst viel Zeit zu verschlingen und den Hundebesitzer zu nerven. Modul 1: Der richtige Umgang mit dem Tier! Dabei wird überprüft, ob der Hundehalter den Hund richtig zu führen imstande ist. Wichtig ist hierbei das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Hund. Je nach Rasse des Tiers muss der Hundebesitzer den Hund beispielsweise ins Ohr beißen oder ihn ins Hinterteil treten und anschließend seinen Arm vor das Hundemaul halten. Beißt der Hund zu, gilt die Prüfung als nicht bestanden. Leckt der Hunde die Hand ab, gilt die Prüfung als nicht verstanden. Modul 2: Wie gehorsam ist der Hund? Kann er auf Befehl sitzen? Oder einen Handstand machen? Ein Rad schlagen und gleichzeitig die Bundeshymne bellen? Modul 3: Hund und Besitzer gehen spazieren, wobei der Besitzer zeigen muss, wie er auf alltägliche Situationen reagiert. Etwa Ablenkung durch attraktive Frauen oder verführerischer Duft aus der Pizzeria. Kann der Zweibeiner diesen Versuchungen widerstehen?

 

Keinesfalls sollte man diese Prüfung auf die leichte Schulter nahmen. Zweimaliges Durchfallen wird mit der Wegnahme des Hundes bestraft. Allerdings kann man den Test mit einem anderen Hund wiederholen. Oder es mit einem als Hund getarnten Meerschweinchen versuchen. Wird man als Kampfhundehalter ohne gültigen Hundeführschein angetroffen, drohen Strafen bis zu 14.000 Euro (entspricht etwa 112 Peischenhieben in Saudi-Arabien). Kann diese Strafe nicht bezahlt werden, wird der Hundebesitzer dem Hund weggenommen und in ein Tierheim verfrachtet, wo er nackt unter räudigen Rauhaardackeln leben muss. Kastrationen werden auf besonderen Wunsch der Lebenspartnerin gerne vorgenommen.

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25. Januar 2010 1 25 /01 /Januar /2010 18:31

Zu den leider unausrottbaren Mythen in Hinblick auf die Staatsgläubigkeit der meisten Menschen gehört die abenteuerliche Hoffnung, der Staat könnte effizient arbeiten.


Nee, kann er nicht. Weshalb sollte er auch? Als Gewaltmonopolist kann sich Papa Staat beliebig mit Steuergeld eindecken. Das Schöne daran ist: Das Opfer des Raubzuges murrt nicht oder bedankt sich sogar noch dafür, das erarbeitete Geld rausrücken zu dürfen.

 

Ein schönes Beispiel dafür, was mit diesem Geld geschieht, liefer die Bundestagsverwaltung. In einem Parlamentsgebäude, in dem sich Büros von Bundestagsabgeordneten befinden, hatten sich 17 Mäuse im Keller eingenistet. Um die weiblichen Angestellten und Abgeordneten vor den blutrünstigen Bestien zu schützen wurde die Umsiedlung der Mäuse beschlossen.

Es wurden tierfreundliche Lebendfallen aufgestellt, anschließend hat man die Nager von Berlin ins Bundesland Brandenburg transportiert und sie im Umland ausgesetzt, damit, so ein Sprecher der Bundestagsverwaltung zu BamS, „... sie in der Natur überleben können.“

Wieviel kann es schon kosten, ein paar Mäuse einzufangen und sie woanders auszusetzen? Mehr als du denkst, dämliches Steuervieh ... 1.500 Euro! Bei 17 Mäusen ergibt dies schlappe 88 Euro pro Tierchen. Wie ist das möglich? Ernsthaft: Wie kann man fürs Einfangen und Aussetzen von ein paar Mäusen eine Summe auf den Kopf hauen, die für viele Menschen einem monatlichen Bruttolohn entspricht?
Wie ein Blick etwa auf "Amazon" ergibt, kostet eine luxuriöse Drahtkastenfalle ca. 4 Euro. Ah, aber das war vermutlich viel zu einfach!

 

Ich stelle mir die Vorgangsweise bei der Operation "Micky Maus" folgendermaßen vor: Für jede der Mäuse wurde ein Kammerjäger abgestellt. Diese waren jeweils mit Betäubungsgewehren ausgestattet, mit denen sie die Tiere kampfunfähig schossen. Danach wurden die Mäuse vom jeweiligen Kammerjäger persönlich in einen Wald verfrachtet, wo sie ein paar Stunden später aus tierschützlicher Sicht naturgerecht von einem Raubvogel zerfetzt wurden.

Fairerweise sollte man das Ganze nicht ausschließlich negativ sehen: Nachdem man die Mäuse losgeworden ist kann man sich nunmehr auf die Vertreibung der Ratten in den Parlamentsgebäuden konzentrieren ...

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23. August 2008 6 23 /08 /August /2008 17:44

Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich halte Angie Merkel für eine Traumfrau. Und wenn ich mit meiner Beobachtungsgabe nicht ganz daneben liege, hegen viele Deutsche, ja, Europäer dieselben Gefühle für sie wie ich es tue.

 

Ihre augenscheinlich größte Schwäche ist, wie ich finde, im Grunde eine enorme Stärke. Sprechen wir Klartext: Angie würde selbst dann keine Missen-Wahl gewinnen, wenn Sie die letzte Frau auf Erden wäre. Das ist doch großartig! Stellt euch vor, Claudia Schiffer wäre Bundeskanzlerin. Jedes Wollfuselchen an ihrer Bluse würde zur Staatsaffäre aufgeblasen werden, der weibliche Teil der Nation würde das tiefe Dekolleté kritisieren, der männliche Teil, dass sie überhaupt Fummel trägt.

Angie ist das perfekte Topmodel: Ihr steht alles! Designermode, Wühltisch vom H&M oder Einkaufstüte: Sie sieht überall gleich gut, also unscheinbar aus.

 

Und ihre geradezu klischeehaft deutsche Gemütlichkeit erst! Könnt ihr euch noch an die TV-Diskussion (besser gesagt: Die Schröder-Talkshow) nach der Wahl erinnern? Wie Angie zwischen dem bayerischen Weißkopfadler-Toupetträger Stoiber und einem ADHS-geplagten Schröder saß, und ruhig und gelassen die Herren quäken ließ? So jemanden lade ich gerne zu Kaffee und Kuchen ein, nicht einen Dampfplauderer und Besserwisser wie Lafontaine!

Das Tollste an Angie aber ist diese geradezu unheimliche Ruhe, die sie ausstrahlt. Man möchte sie eigentlich gar nichts fragen, weil man Angst haben muss, sie womöglich aus dem Schlaf zu reißen. Nichts, absolut gar nichts kann ihr etwas anhaben. Während andere Politiker über lächerliche Gratis-Flüge stolpern oder ein Bill Clinton beinahe des Amtes enthoben worden wäre, weil er seine Zigarre am falschen Ort aufbewahrte, kann Angie nichts und niemand schaden.

 

Selbst der Verdacht, sie wäre aktives Mitglied der Stasi gewesen, perlte an ihrer Aura völlig ab. „Na, und wenn schon! Frauen sind halt neugierig … hast du übrigens schon ihre neuen Schuhe gesehen?“

 

Diese Frau ist Erfolg pur! 2007 reiste sie nach Grönland, um sich persönlich ein Bild vom Klimawandel zu machen. Und heute? Ist noch irgendwo vom Klimawandel die Rede? Natürlich nicht, denn Angie hat das Klima in Grönland überredet, sich ein wenig zurückhalten.

 

Also: Ich will nie wieder irgendwelche spöttischen Kommentare über Angie lesen! Nie zuvor hat eine Frau mehr für das Wohl der Menschheit erreicht, als sie. Vielleicht abgesehen von Klementine, der Wonderwoman der Hausfrauen.

Oh, und der Frau, die das Penicillin erfand. Ach, das war gar keine Frau? Denkt mal darüber nach, Emanzen …

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2. August 2008 6 02 /08 /August /2008 09:33

Radovan Karadzic, früherer bosnischer Serbenführer und als solcher verantwortlich für tausende Morde, wurde endlich festgenommen. Jahrelang hatten Ermittler vergebens nach ihm gefahndet.
Heute weiß man weshalb: Seine Tarnung war einfach perfekt. Lange Haare, langer Bart und Brille.
Da kann man nun wirklich niemandem einen Vorwurf machen, zumal sämtliche Fahndungsmethoden weidlich ausgeschöpft worden waren.

Mitunter griffen die Fahnder zu unglaublich ausgeklügelten Tricks: In Bahnhöfen wurde ein "Herr Radovan Karadzic" ausgerufen, der sich bitte dringend melden möge, denn er habe im Lotto gewonnen.
Als Pizzaboten verkleidete Fahnder klingelten an Haustüren und sagten, sie hätten für einen Herrn Karadzic eine Pizza. Leider waren auch diese Methoden nicht von Erfolg gekrönt.
Angeblich waren ihm vor einigen Jahren Bluthunde bereits auf der Spur, die Radovan Karadzic abschüttelte, indem er sich in einer Hundekuchenfabrik versteckte.

Freilich: Damit, dass sich der Gesuchte verkleiden würde, konnte keiner rechnen.
Leser von Donald-Duck-Geschichten wissen, dass bereits eine Haarmasche, Stöckelschuhe und eine Bluse genügen, um Donald in eine von Junggesellen umschwärmte Entendame zu verwandeln.
Ein Glück, dass Karadzic wohl nie Disney-Comics gelesen hat! Einmal ordentlich rasiert, blonde Perücke aufgesetzt, Minirock und Pumps angezogen, und man hätte ihn nie gefasst.

Jetzt wissen wir auch, warum Bin Laden noch nicht gefunden wurde: Wahrscheinlich spielt er auf Grund seiner Körpergröße in China Basketball. Augenlider mit Tixo schräg gesetzt, Hasenzähne eingesetzt und gelb angemalt. Eine perfekte Maskerade!

Ja, so einfach ist es also, seine Identität zu wechseln. Zumindest dann, wenn man lediglich ein abartiger Kriegsverbrecher ist. Denn die wirklich üblen Gesellen - Falschparker oder Webshop-Betreiber, die in ihrem Impressum auf die Telefonnummer vergessen haben - werden selbstverständlich gnadenlos ausgeforscht und mit der ihnen gebührenden Härte des Gesetzes bestraft.

 

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13. Juli 2008 7 13 /07 /Juli /2008 06:17
Das ist ja wirklich unglaublich! Da führen Parteien auf unsere Kosten lächerliche Pseudo-Wahlkämpfe, stecken ihre widerlichen Fressen in jede Kamera, egal, ob sie angeschaltet ist oder nicht, und erklären in salbungsvollen Worten, wie sie binnen weniger Monate unser Land in ein irdisches Paradies verwandeln werden. Und nach der Wahl stellt sich heraus, dass die neuen Köpfe sich höchstens in ein paar Haaren mehr und ein paar Falten weniger als die alten unterscheiden.

Shocking!!!
Also ehrlich: Wenn euch Trotteln jemand eine Vase andreht und erzählt, ihr müsstet sie nur ein paar Mal kräftig reiben und ein Vasengeist würde erscheinen und alle eure Wünsche erfüllen, würdet ihr das zumindest in Betracht ziehen, oder? Und nachdem eure Handinnenflächen blutig und aufgewetzt sind ins Grübeln kommen.

Wenn ihr auch nur ein wenig Verstand hättet wäre euch aufgefallen, dass Wahlversprechen noch nie gehalten wurden.
Wieso? Weil es Versprechen sind, so, wie ein Schulkind verspricht, für die nächste Schularbeit ganz doll viel zu lernen, echt jetzt! Oder wie euch euer Mann verspricht, er würde euch immer lieben und er würde der neuen, vollbusigen Nachbarin nicht auf die Titten starren, sondern hätte nur nachschauen wollen, wo sie das Kleid gekauft hat, damit er euch den gleichen Fummel schenken kann.

Eines kann ich euch aber felsenfest versprechen: Euch wird man auch künftig noch kräftig verarschen.

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10. Juli 2008 4 10 /07 /Juli /2008 16:05

Als wäre es nicht bereits demütigend genug, sich ausgerechnet um einen deutschen Pass zu bewerben, anstatt sich in Jamaica oder Florida die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, müssen sich Muslime Im deutschen Bundesland Baden-Württemberg einem sogenannten „Gesinnungstest“ unterziehen. Nach Absolvierung des Tests muss der Antragsteller unterschreiben, dass er darauf hingewiesen wurde, im Falle „unwahrer Angaben“ der deutschen Staatsbürgerschaft verlustig zu gehen und staatenlos zu werden. Was daran schlimm sein soll, erschließt sich mir nicht ganz: Mir gehört ja auch kein eigener Staat.
Für Interessierte folgen einige der Fragen aus diesem Test. Ob ich ihn mit meinen Antworten bestanden hätte, weiß ich nicht. Die österreichische Staatsbürgerschaft bereitet mir ohnehin genug Kopfzerbrechen, da brauche ich nicht auch noch die deutsche – vielen Dank.

Wie stehen Sie zu Kritik an einer Religion? Halten Sie diese für zulässig?
Unbedingt! So lange es nicht meine eigene Religion betrifft …


Halten Sie es für zulässig, dass ein Mann seine Frau oder seine Tochter zu Hause einschließt, um zu verhindern, dass sie ihm in der Öffentlichkeit "Schande macht"?

Im Falle von Frauen wie Nina Hagen oder Paris Hilton sähe ich das als Wohltat an der Menschheit an.


Halten Sie es für einen Fortschritt, dass Männer und Frauen in Deutschland kraft Gesetzes gleichberechtigt sind?

Bei manchen Politikerinnen halte ich das eher für einen Rückschritt.


Sind Sie der Meinung, dass bestimmte Berufe nur Männern oder nur Frauen vorbehalten sein sollten? Wenn ja, welche und warum?

Ja, dieser Meinung bin ich! In einer Nachtbar will ich junge Frauen sehen, die sich lasziv um Stangen räkeln, keine fettleibigen Typen in Strapse, deren bloßer Anblick einem auf zehn Meter Entfernung die Hoden gefrieren lässt.


In Deutschland kann jeder selbst entscheiden, ob er sich lieber von einem Arzt oder einer Ärztin behandeln lässt. In bestimmten Situationen besteht diese Wahlmöglichkeit jedoch nicht: Notfall, Schichtwechsel im Krankenhaus. Würden Sie sich in einem solchen Fall auch von einer Ärztin (männlicher Einbürgerungsbewerber) oder einem Arzt (Einbürgerungsbewerberin) untersuchen oder operieren lassen?

Bei einer Magenoperation würde ich einen Arzt vorziehen. Ärztinnen neigen dazu, ihre Handtaschen im Magen zu vergessen.


Man hört immer wieder, dass Eltern ihren volljährigen Töchtern verbieten, einen bestimmten Beruf zu ergreifen oder einen Mann ihrer Wahl zu heiraten. Wie stehen Sie persönlich zu diesem Verhalten?

Natürlich wäre ich wie jeder verantwortungsbewusste Vater überglücklich, wenn meine Tochter Hure werden und ihren Zuhälter von der Russenmafia heiraten wollen würde.


Was halten Sie davon, dass Eltern ihre Kinder zwangsweise verheiraten?

Moment mal – ich dachte, Inzest sei in Deutschland verboten?


Ihre volljährige Tochter/Ihre Frau möchte sich gerne so kleiden wie andere deutsche Mädchen und Frauen auch. Würden Sie versuchen, dass zu verhindern? Wenn ja: Mit welchen Mitteln?

„Ehrlich, Schatz: Der Fummel steht dir ausgezeichnet! Die hautenge Bluse betont deine süßen Fettpölsterchen und die Cellulite-Beinchen unterm Minirock sind einfach der Hammer!“


Sie erfahren, dass Leute aus Ihrer Nachbarschaft oder aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis einen terroristischer Anschlag begangen haben oder planen. Wie verhalten Sie sich? Was tun sie?

Ich dokumentiere alles und verkaufe danach einem Boulevardblatt die Exklusivrechte an der Story.


Was halten Sie davon, wenn ein Mann in Deutschland mit zwei Frauen gleichzeitig verheiratet ist?

Der Kerl steht definitiv kurz vor dem Nervenzusammenbruch.


Manche Leute machen die Juden für alles Böse in der Welt verantwortlich und behaupten sogar, sie steckten hinter den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York? Was halten Sie von solchen Behauptungen?

Lächerlich! Jeder weiß doch, dass die Illuminati dahinterstecken.


Ihre Tochter bewirbt sich um eine Stelle in Deutschland. Sie bekommt jedoch ein ablehnendes Schreiben. Später erfahren Sie, dass eine Schwarzafrikanerin aus Somalia die Stelle bekommen hat. Wie verhalten Sie sich?

Ich ermutige meine Tochter, sich um die freigewordene Stelle in Somalia zu bewerben.


Stellen Sie sich vor, Ihr volljähriger Sohn kommt zu Ihnen und erklärt, er sei homosexuell und möchte gerne mit einem anderen Mann zusammen leben. Wie reagieren Sie?

Ich löse den Bausparvertrag für meine Enkelkinder auf.


In Deutschland haben sich verschiedene Politiker öffentlich als homosexuell bekannt. Was halten Sie davon, dass in Deutschland Homosexuelle öffentliche Ämter bekleiden?

Jeder soll sich so kleiden, wonach ihm der Geschmack steht.

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